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Hören und Verstehen in geräuschvoller Umgebung

Heute geht es um das Thema Hören und Verstehen in geräuschvoller Umgebung, die damit verbundenen Problematiken und deren technische Lösungsmöglichkeiten.


Viele Menschen haben das Gefühl, trotz Hörsystemen, in geräuschvoller Umgebung schlecht zu verstehen. Das hängt häufig mit dem eingeschränkten Resthörvermögen zusammen und/oder auch mit der suboptimalen nervlichen Verarbeitung der Schallsignale. Als Akustiker können wir beim Ohr immer nur das bestmögliche Potenzial nutzen, welches im Ohr noch verfügbar ist. Ein weiteres Problem: viele Störgeräusche die Sprachsignale sowohl in Frequenz als auch im Schallpegel überlagern. Ein gesundes Gehör ist in der Lage, dies aufzutrennen und die Störsignale als unwichtig zu vernachlässigen und die Nutzsignale zu verwerten. Ein hörgemindertes Ohr hat diese Möglichkeiten nur noch in beschränktem Umfang.

 

Gezieltes Hörtraining

Es gibt hörgeminderte Kunden, die relativ geräuschunempfindlich sind. Aber es gibt auch viele Kunden, denen man das Hören verschiedener Geräusche erst wieder näher bringen muss. Nicht selten müssen wir einem Kunden, der seine Hörminderung lange unbehandelt lies, vermitteln, dass Papier nun einmal raschelt und, dass man es eigentlich deutlich hört, wenn man auf einem geschotterten Waldweg spaziert. So etwas kann man mit gezieltem Hörtraining ganz gut erarbeiten, dennoch gibt es Grenzen.

 

Digitale Störgeräuschunterdrückung

Um auch in geräuschvollsten Umgebungen bestmögliches Sprachverstehen, bei maximal möglichem Hörkomfort, zu gewährleisten, greifen wir auf die Möglichkeit der digitalen Störgeräuschunterdrückung zurück. Ein Besuch in einem Restaurant oder auf einer Geburtstagsfeier stellt viele Hörgeräteträger vor große Herausforderungen. Für solche Hörsituationen ist eine gute Störgeräuschunterdrückung ein eigentlich unvermeidliches Ausstattungsmerkmal eines modernen Hörsystems.

 

Sprache von Störlärm unterscheiden

Anhand der Modulation der Sprache und aufgrund der enormen Rechenleistung des Digitalverstärkers ist ein Hörsystem in der Lage, Sprache von Störlärm zu unterscheiden. Durch extrem schnelle Rechenprozesse wird das Sprachsignal aufbereitet und bestmöglich vom Störlärm getrennt, noch bevor es verstärkt an das Ohr weitergleitet wird.

 

Verschiedene Arten von Störgeräuschen

Hierbei unterscheidet eine sehr gute Störgeräuschunterdrückung sogar die Arten des Störgeräusches. Handelt es sich um Rasenmäherlärm spricht man zum Beispiel von einem statischen Störgeräusch. Ein vorbeifahrendes Fahrzeug wird hingegen als fluktuierendes Störgeräusch klassifiziert. Und selbst sehr kurze, laute Störgeräusche, wie zum Beispiel Geschirrklappern, werden klassifiziert und als Impuls- Störgeräusche bezeichnet.

In Verbindung mit Richtmikrofonen, die den jeweiligen Sprecher fokussieren, wird also auf beeindruckende Art und Weise alles technisch Machbare getan, um selbst in den anspruchsvollsten Hörsituationen ein bestmögliches Sprachverstehen zu ermöglichen. Das entlastet den Hörvorgang ungemein und beugt somit auch frühzeitiger Hörermüdung vor.

Schön zu hören.

 

Bildquelle: Hörsituation / Siemens Signia

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